iPhone in Südtirol – Entsperrt und im Einsatz

iPhone DockEs musste ja sein. Die Gelegenheit wurde vor wenigen Tagen ergriffen: ein iPhone wurde aus den Staaten nach Italien importiert. Für insgesamt 427 US Dollar (höhrerer Preis ergibt sich durch Export Taxes), beziehungsweise umgerechnet rund 303 Euro, flog ein iPhone von Huston, Texas, nach Südtirol. Regulär in einem Apple Store gekauft wartete es nun auf die Befreiung von der SIM Sperre. Eingesetzt werden soll es in Zukunft unter dem italienischen Provider TIM – Telecom Italia Mobile.

Was ich dazu brauche, bzw. brauchte:

  1. Die Schritt für Schritt Anleitung von HackTheiPhone.com: Link dort hin
  2. Eine SIM Karte von TIM (in diesem Fall eine 128kb SIM)
  3. Etwas Geduld und rund zwei Stunden Zeit – Korrektur: beim zweiten iPhone dauerte der Entsperrungsprozess rund 25min. Wie heißt es so schön? Übung macht den Meister

Der erste Tag (Dienstag 09.10.2007): das iPhone bewährt sich als Handy. Keine Frage! Im direkten Vergleich zu meinem bisherhigen Symbian Telefon P990i funktioniert das iPhone einfach – keine Abstürze, keine Verzögerungen. Was aber auffiel:

  • Das Tippen erfordert auf der Screentastatur tatsächlich viel Übung. Bin kleine Tasten bereits gewohnt, doch die iPhone Erfahrung ist neu.
  • Umlaute? Nein, die gibt es auf der Tastatur nicht. Kommt wohl erst mit dem Firmware 1.1.1 (derzeit 1.0.2)
  • Der Netzanbieter 3 (Tre) und seine SIM Karten sind mit dem iPhone inkompatibel.
  • EDGE Empfang von TIM ist quasi überall verfügbar. Meran, Bozen … kein Problem. Die Konfiguration des EDGE Netzwerkes ist schwiriger. Dazu später mehr.
  • Hin und wieder erscheint „no service“ und kurz darauf wieder ein guter oder voller GSM Empfang

UPDATE [2] Die erste Woche (Montag 15.10.2007): ein Handy wie kein anderes. Der Hype kann nun erstmals verstanden werden, denn jeder der das Teil einmal in der Hand gehalten hat erlebt den selben WOW Effekt. Abseits von Bewunderung und oberflächlichen „Herumgedrücke“ absolviert das iPhone seinen Dienst hervorragend.

  • Italienische Vodafone Karten funktionieren im iPhone einwandfrei. Sogar das EDGE Netzwerk ist (zumindest in Bozen) zugänglich.
  • Nach Aktivierung einer Art Datenflatrate für das EDGE Netzwerk bei der Telekom Italia Mobile (TIM) wurde das iPhone mit einem Klick zur mobilen Surfstation. Surfen in Meran und Umgebung war fast immer mit sehr guter Geschwindigkeit möglich.
  • Apollo – das optisch sehr gut gestaltete Instant Messaging Programm für das iPhone entpuppt sich als Akku-Fresser. Da das Programm in seiner Version 1.0.2 des öfteren ohne Warnung abstürzt, kann es zu nicht erkennbaren Fehlern kommen, die das iPhone ganz schön beschäftigen. Das äußert sich durch eine Erwärmung des iPhones und einen sehr flott geleerten Akku.
  • In etwa 2 Tage – so lange kommt das iPhone ohne Stromzufuhr aus. Nicht gerade viel, aber bei dem überdurchschnittlichen Nutzungsgrad auch nicht wenig.

In den weiteren Tagen werde ich davon berichten, wie sich das iPhone bei uns in Italien macht und welche Business Erfahrungen gesammelt werden. Des weiteren möchte ich einen Vergleich zum Sony Ericsson P990i veröffentlichen. Stay Tuned!

Über den Autor

Andreas Unterhuber studierte Wirtschatfsinformatik und ist seit 2007 Geschäftsführer der KIM Keep In Mind GmbH mit Sitz in Bozen. Mit seinem Fachwissen in Video Encoding, diverser Programmiersprachen sowie in Datenbanken und Serversystemen unterstützt er zahlreiche nationale und internationale IT Projekte.