JavaScript, HTML und CSS entwickeln sich zum Flash-Killer

Innovative Unternehmen wie Apple und Google machen keinen Heel daraus (natürlich nicht so direkt) Adobe Flash mit den neuen HTML5 Objekten und mit erweiterten JavaScript Bibliotheken den Gar aus zu machen. Vor allem die indirekte Macht Apples durch sein Mitwirken am WebKit Projekt brachte den Browser- und Web-Technologieen-Markt ordentlich in Bewegung.

Tatsächlich ist es noch ein langer Weg bis zu dem Zeitpunkt, wo eine aufwändige Flash Applikation auch ohne Flash in einem Browser dargestellt werden kann, doch es gibt viele Initiativen den Weg dort hin zu ebnen. Beeindruckendes Beispiel war erst kürzlich die erste Veröffentlichung eines WebGL (Darft-) Standards (Update: 11.12.2009: WebKit Blog oder offizielle WebGL Webseite der Khronos Group). Beispiele sind unter anderem bei Golem oder auf in den folgenden zwei Videos zu sehen:

WebGL ist dabei lediglich eine Art 3D Schnittstelle für Webentwickler – diese erfordert aber keinerlei Plugin und ist jetzt schon auf mobilen Geräten wie dem iPhone recht einfach implementierbar (derzeit unterstützt mobileSafari diese 3D Fähigkeiten noch nicht!).

Animationen auf CSS Basis sind ein weiterer Schritt den Vorteilen von Flash-Anwendungen das Wasser abzugraben. Wie im Blog des WebKits beschrieben, ist es ein Leichtes diese Animationen einzubauen, bzw. jetzt schon in seine Webseite zu integrieren. Mit Safari 4.0 wird bereits ein Großteil dieser CSS Eigenschaften unterstützt.

Da viele andere Browser wie Google Chrome auch auf das WebKit aufbauen, steht einer schnellen Verbreitung dieser neuen Möglichkeiten grundsätzlich nichts im Wege. FireFox, bzw. die Mozilla Gruppe sind auch stets bemüht alle Neuentwicklungen rasch in den Browser zu integrieren. Einzig der Primus Microsoft, der immer noch einen unverständlich großen Marktanteil in der Browser-Landschaft hält, ist mit IE7 und IE8 gänzlich unfähig mit der Entwicklung Schritt zu halten. Dies ist auch das größte Problem: Webentwickler müssen sich stest am kleinsten gemeinsamen Nenner aller Browserfähigkeiten orientieren, um ihre Webseiten einer möglichst breiten Masse visuell korrekt anbieten zu können. Vielleicht ändert Internet Explorer 9 etwas. Die ersten Demos waren recht vielversprechend.

Mein recht provokant gewählter Titel soll eher einen Trend beschreiben, als den tatsächlichen Tod von Adobe Flash vorhersagen und doch freue ich mich in naher Zukunft mit einem Browser Videos, Animationen und 3D Objekte sehen zu können … ganz ohne Plug-IN und Einschränkungen auf jedem Gerät meiner Wahl!

Über den Autor

Andreas Unterhuber studierte Wirtschatfsinformatik und ist seit 2007 Geschäftsführer der KIM Keep In Mind GmbH mit Sitz in Bozen. Mit seinem Fachwissen in Video Encoding, diverser Programmiersprachen sowie in Datenbanken und Serversystemen unterstützt er zahlreiche nationale und internationale IT Projekte.