Warum? iPhone Revolution

Ich möchte mich nun der Pressewelle anschließen und zumindest einen Artikel zum iPhone veröffentlichen. Ich werde aber keine Datenblätter zitieren oder Funktionen in YouTube Videos demonstrieren. Es ist eher eine persönliche Sicht, warum ich glaube, dass das iPhone tatsächlich eine Revolution darstellt und in meinen Augen die Mobiltelefonie dauerhaft verändern wird.

iMac First GenerationErinnern wir uns an den ersten iMac? Farbig froh, recht flott in der Rechenleistung und ganz ohne traditionelle Schnittstellen… dafür aber USB. Eine damals weit verbreitete Schnittstelle im X86 Bereich, aber von quasi keinem tatsächlich genutzt. USB Mäuse, USB Geräte im Allgemeinen: eine wahre Seltenheit – selbst im gut sortierten Elektronikfachhandel. Doch der iMac änderte alles. Er löste eine Welle der Begeisterung aus und gab dem USB Anschluss einen unglaublichen Aufwind. Ja, ich glaube der iMac trug mitunter am Erfolg der USB Schnittstelle bei.

Knapp 10 Jahre nach dem iMac bringt Apple das iPhone und rasselt ähnlich wie damals mit den Säbeln – „A revolution„. Nur dieses Mal ist das Medienecho ein ganz anderes, denn man konnte sich mit iPod und tollen anderen Produkten in den vergangenen Jahren ein Gehör verschaffen. Man veröffentlichte sogar in seriösen Medien die Pressemeldung von verlängerten Akkulaufzeiten! Das gab es noch nie.

Und was ist nun die Revolution, die ich sehe? Nicht etwa das unglaublich geschickte Marketing seitens Apples – nein es ist die Tatsache, dass das iPhone wie kein anderes Telefon auf das Internet aufbaut und aufbauen wird. Ein guter Browser (WebKit und Basis von Safari), WLan und die eingeschränkte Möglichkeit für Drittanbieter Anwendungen zu entwickeln: ja, nur über das Internet.
iPhone DockSein wir uns doch ehrlich! Wie oft nutzen wir das Internet mit unserem bisherigen Telefonen? Ich habe ein Handy, das eigentlich jetzt schon mehr kann als das iPhone von Apple (Sony Ericsson P Serie), doch nutze ich die Funktionen wirklich? Nein, das tu ich nicht, denn ich verliere mich im Urwald der Datenübertragungstarife, nutze ich nun GPRS oder UMTS, warum muss ich ständig die IP Adressen der MMS Zentrale eingeben und viele weitere Gründe/Probleme hindern mich daran, das Internet in der Hosentasche als selbstverständlich anzusehen.
Ich werde mir das iPhone kaufen – wie viele andere Europäer auch. Mobilfunkanbieter werden es Apple danken, denn Ihre Milliardensummen, die in teure UMTS Lizenzen gesteckt (sofern das iPhone UMTS besitzen wird) und in den Ausbau von Internet-Infrastrukturen investiert wurden, werden sich endlich amortisieren. Das iPhone brint als erstes Gerät das Internet in die Hosentasche: mit Charme und Eleganz. Ich kann euch gar nicht sagen wie gespannt ich auf die Entwicklungen in den nächsten Monaten bin.

Über den Autor

Andreas Unterhuber studierte Wirtschatfsinformatik und ist seit 2007 Geschäftsführer der KIM Keep In Mind GmbH mit Sitz in Bozen. Mit seinem Fachwissen in Video Encoding, diverser Programmiersprachen sowie in Datenbanken und Serversystemen unterstützt er zahlreiche nationale und internationale IT Projekte.