iCal Fehler beseitigen: CalDAVAccountRefresh QueueableOperation, CoreDAVErrorDomain Code=3

iCloud läuft nebst einigen seltenen (und kurzen) Aussetzern rund und durchaus angenehm über alle Geräte (MacBook 10.8.2, MacMini 10.7.5, iPhone iOS 6, iPad iOS 6) hinweg. Seit kurzem störte aber ein nicht sonderlich aussagekräftiger Fehler, der die Synchronisation von meinem MacBook in die iCloud unterbunden hatte. Die Meldung war schlichtweg: „Die Anfrage (CalDAVAccountRefreshQueueableOperation) für Account iCloud ist fehlgeschlagen„.

Das Programm „Konsole“ in den Dienstprogrammen gab etwas mehr Aufschluss:

[com.apple.calendar.store.log.caldav.queue] [Account refresh failed with error: Error Domain=CoreDAVErrorDomain Code=3 "Der Vorgang konnte nicht abgeschlossen werden. (CoreDAVErrorDomain-Fehler 3.)" UserInfo=0x7f92938482b1 {AccountName=iCloud, CalDAVErrFromRefresh=YES}]

Trotzdem reichte diese Angabe nicht aus, um den Fehler wirksam zu beseitigen. Trotz zahlreicher Kniffe (wie Cache löschen, vollständige Entfernung, Resyncen, etc,) konnte keine Besserung herbei geführt werden. Offensichtlich verschluckte sich iCloud an meinem inzwischen etwas älteren .MAC Kalender, der (von Apple automatisch) migriert wurde.

Die Lösung war dann schlicht und einfach:

  1. Erstellen eines Backups, des gesamten Kalenders über iCal und den Befehl „Exportieren“ (Datei mit Endung .ics wird erstellt).
  2. Schließen von iCal
  3. Öffnen von www.icloud.com und wechsel zur Kalender App
  4. Anlegen eines neuen Kalenders (Klick auf „Bearbeiten“ über der Liste der Kalender)
  5. Entfernen des alten Kalenders (Klick auf „-“ Symbol neben dem Kalender)
  6. iCal öffnen
  7. Kurz warten bis der alte Kalender in der Liste entfernt wurde und der neue, leere Kalender erscheint.
  8. Import des Backups (vorher gespeicherte .ics Datei) in den neuen iCloud Kalender
  9. Abwarten bis Aktualisierung abgeschlossen ist (kann durchaus etliche Minuten dauern)

Voilà … Kalender funktioniert nun wieder reibungslos.

Safari 6, Baustelle total – Mountain Lion

In Kürze erscheint Mac OS 10.8 alias Mountain Lion am Markt. Ich hatte bereits Gelegenheit das System und seine Neuerungen im Alltagsleben zu testen. Eines vorab: getestet wurde die Golden Master Version 12A269 und Safari 6.0 mit der Build-Nummer 8536.25.

Abseits der Tatsache, dass Mountain Lion 10.8 wohl für den professionellen Einsatz kaum Vorteile gegenüber Lion bietet, war die Enttäuschung beim Einsatz von Safari 6.0 wohl am größten. Unter der Haube haben sich wohl etliche Dinge geändert. Dies spürt der Anwender durch eine gefühlte Geschwindigkeitssteigerung beim Aufruf etlicher Webseiten. Es scheint so, als ob die Art des Cachings von Webseiten stark überarbeitet wurde. Die Javascript Engine arbeitet auch deutlich zügiger als schon im recht schnellen Vorgänger 5.1. Die (standardmäßig deaktivierte) Unterstützung von WebGL ist auch neu. Insofern eine konsequente Weiterentwicklung. Aber … es gibt Punkte, die die Art von Nutzung einschränkt und sogar bremst. Einige der auffälligsten Punkte:

  • Kein RSS mehr. Safari ist nicht in der Lage RSS Feeds darzustellen. Dies geht sogar soweit, dass der Browser die Darstellung eines RSS Feeds zur Gänze unterbindet und auf den App Store verweist, in welchem man ein RSS Feed taugliches Programm laden soll. Das bedeutet nicht nur das Aus der bequemen Info bei geänderten RSS Feeds, sondern auch das Ende eines schnellen Zugriffs auf Feeds im Allgemeinen.
  • Kein Hinweis mehr bei aktualisierten Top-Pages. Ab Version 5 des Browsers wurden die sehr bequemen Top-Sites eingeführt. Dort abgelegte Seiten wurden in regelmäßigen Abständen nach deren Änderungen gescannt. Wurde ein neuer Artikel festgestellt, so wurde dies im oberen, rechten Eck mit einem Stern auf blauem Hintergrund dargestellt. Die Funktion wurde leider zur Gänze aus dem Browser entfernt. Kopfschütteln.
  • Passwörter und deren Speicherung stark verbesserungswürdig. Die gespeicherten Passwörter von Webseiten werden in Safari 6.0 erstmals ähnlich wie in FireFox in den Einstellungen des Browsers angezeigt und verwaltet. Bedauerlicherweise funktioniert das automatische Einfügen von Passwörtern mehr als schlecht. Viele Webseiten werden nicht korrekt erkannt, obwohl das Passwort dafür korrekt hinterlegt ist. Ob Bug oder gewollt – es scheint sehr ärgerlich, da man sich auf diese Funktion normalerweise gut verlassen konnte.
  • Lösch-Taste um zur vorhergehenden Seite zurückzukehren – Funktion gibt es nicht mehr. In gewissen Situation äußerst angenehm: durch Betätigen der Lösch-Taste wurde im Browser auf die vorhergehende Seite zurückgeblättert (gleiche Funktion wie der „zurück“ Button im Browser). Safari 6.0 unterstützt dies nicht mehr. Stört den Fluss beim Schnellen Arbeiten.

Safari wartet zwar mit neuen Funktionen wie Notifications (wage zu bezweifeln, dass Webseitenbetreiber dies in größerem Umfang unterstützen werden) und einen neuen Tab-Browser auf, wobei zumindest bei letzterem die auf mobilen Macs sehr eingeschränkte Accessibility zu bemängeln ist. Durchscrollen mit dem Mausrad auf stationären Macs ist ebenso nicht möglich.

Alles in allem wirkt der Browser im Kern sehr stark überarbeitet. Offensichtlich wurde aber (Apple untypisch) dabei an der Oberfläche einiges versäumt. Ich bin zuversichtlich, dass Apple nachbessern wird. Schließlich werde ich nicht der einzige sein, der diese Punkt zu bemängeln hat.

MacBook Display unter MacOS Lion bei externem Monitor deaktivieren

MacOS 10.7 alias Lion ist ein solides Betriebssystem und bietet einige nützliche Tools, die bei seinem Vorgänger Snow Leopard nicht zur Verfügung standen. Jedoch fiel ein Umstand beim Wechsel von Snow Leopard störend auf: das System geht mit an MacBooks und MacBook Pros angeschlossenen Monitoren anders um, als es noch unter 10.6 der Fall war. Konkret fehlt die Unterstützung des so genannten „clamshell“ Modus. Dieser Modus ermöglicht das nachträgliche Öffnen des MacBooks (also interne Display aufklappen) bei gleichzeitigem Betrieb des externen Monitros, ohne, dass das interne Display aktiviert wird. Vor allem bei intensiverem Einsatz vermeidet man durch ein geöffnetes MacBook einen möglichen Hitzestau und laute Lüfter auf dem Schreibtisch.

Der seit MacOS Lion eingeführte Modus bewirkt eine Aktivierung des internen Displays – unabhängig davon ob man dies wünscht oder nicht. Für einige mag dies ein Vorteil sein, für mich definitv nicht, da das interne Display nicht benötigt wird und damit nicht nur störend ist, sondern auch unnötige Rechenlast der Grafikkarte abverlangt.

Nach langer Suche, Kontakt mit Apple und Austausch im Apple Support-Forum, gibt es nun eine einfache Lösung, die das „alte“ Monitor-Verhalten auch unter Lion ermöglicht. Die folgenden Befehle sind im Programm Terminal einzugeben (zu finden unter Programme/Dienstprogramme) und müssen durch die Eingabe des Passwortes bestätigt werden:

Den SnowLeopard Modus aktivieren:

Befehl im Terminal ausführen: sudo nvram boot-args="iog=0x0"
Display bleibt nach Aufklappen aus, clamshell Modus

Zurücksetzen auf den Lion Modus:

Befehl im Terminal ausführen: sudo nvram -d boot-args
Monitor wird bei Aufklappen immer angeschaltet

Nach Eingabe der Zeile im Terminal und Bestätigung durch das Passwort, muss der Rechner neu gestartet werden. Der Trick scheint durchwegs zum Erfolg zu führen und wurde nun auch bei Apple im Support Forum besprochen.

iPhone Hintergrund Bilder – Wallpaper Pack 3

Beispielbild

Höchste Zeit nach den erfolgreichen iPhone Hintergrund-Bilder Paketen (iPhone Wallpaper Pack 01 und iPhone Wallpaper Pack 02) ein weiteres nachzuschieben, welches 80 ausgewählte Bilder speziell für das iPhone 4 enthält (Auflösung 960×640). Natürlich lassen sich diese auch auf jedem iPod touch und iPhone der zweiten und dritten Generation anwenden. Nachdem seit iOS 4 (im Grunde genommen seit iOS 3.2) die Möglichkeit besteht auch auf dem Springboard Hintergrund Bilder zu hinterlegen, wurden diesem Paket auch einige spezielle hierfür beigelegt.

Dritter iPhone Wallpaper Pack zum Download, 80 Bilder und Fotos, Sammelsurium aus unterschiedlichsten Motiven: download iPhone Hintergrundbild Paket 03

Hinweis: Die Urheber dieser Bilder sind entweder auf dem Bild selbst angegeben oder nicht näher bekannt. Falls sich jemand in seinen Rechten verletzt fühlt, werde ich das entsprechende Bild selbstverständlich umgehend entfernen.

Windows Vista Bug: Standard Gateway auf „Null“ setzen

Zugegeben, es kommt nicht of vor, dass man einen Default Gateway, bzw. den Standard Gateway auf einem Computer ohne entsprechende Werte setzt. Bei diversen Server-Umgebungen und Firewall-Konfigurationen ist dies aber meist unabdingbar – beispielsweise falls eine externe Internetverbindung auf mehrere interne Netzverbindungen gemappt wird. Interne Netzwerkkarten/Verbindungen erhalten dann in der Regel keinen Gateway.

Windows Vista „erfreut“ mit der Eigenart einen solchen Default Gateway einfach selbst zu vergeben, auch wenn die Daten im Kontrollfeld (Netzwerkadapter, Einstellungen. TVP/IP) leer sind. Dies führt zu einer unweigerlichen Fehlfunktion im Netzwerk des Unternehmens. Der Grund dafür ist ein Bug in Windows Vista – scheinbar erst ab Service Pack 2 (SP2), der eventuell vorhandene, ältere Werte nicht zuverlässig aus der Registry des Systems löscht.

Wunsch-Einstellung

Um dies zu lösen hilft der folgende Workaround:

  • Start – „Ausführen“ klicken
  • „regedit“ in die Zeile eintippen und bestätigen
  • Folgenden Key suchen: HKEY_LOCAL_MACHINE/ System/ Current Control Set/ Services/ Tcpip/ Parameters/ Interfaces
  • Das entsprechende Interface auswählen (je nach Konfiguration können die Keys unterschiedlich sein)
  • Im entsprechenden Key den Wert „Default Gateway“ auswählen
  • Vorhandene Werte löschen (nicht „0.0.0.0“) oder nach Belieben neu vergeben
  • Computer neu starten

Dieser Fix führte bei mir zum Erfolg. Hoffe der Tipp erspart anderen unnötige Stunden einer Konfigurations-Fehler Suche.

iPhone als Videorekorder

Der online Service BONG.TV bietet ab sofort die Möglichkeit jedes iPhone als einen echten digitalen Videorekorder für TV Sendungen zu verwenden. Durch eine kostenlos angebotene App können TV Sendungen ohne zusätzliche Hard- und Software zur Aufnahme programmiert und später auch angesehen werden. Der Anbieter spricht vom ersten vollwertigen Videorekorder in der Hosentasche.

Die iPhone App mit dem Namen „BONG.TV“ kann ab sofort kostenlos über den iTunes App Store bezogen werden und macht aus einem iOS Gerät einen vollwertigen Videorekorder für TV Sendungen. Die Auswahl der Wunschsendung erfolgt über ein übersichtliches EPG TV Programm. Zusätzlich zu TV Tipps, detaillierten Informationen zu einer Sendung und einer praktischen Kommentarfunktion wird auch die Aufnahme des Programms angeboten. Mittels Klick auf den „REC“ Button kann eine Sendung zur Aufnahme programmiert werden. Dabei greift die Anwendung auf den gleichnamigen Online Videorekorder Dienst www.bong.tv zurück. Aus diesem Grund sind keine zusätzlichen Geräte und keine weitere Software von Nöten, um die Aufnahme seiner Privatkopie tatsächlich zu tätigen. Das iPhone genügt.
Nach Fertigstellung der Aufnahme wird diese in den persönlichen Aufzeichnungen abgelegt und kann wahlweise als iPhone optimierte Version (NQ) oder als hochwertige Aufnahme in voller PAL Auflösung (HQ) angesehen werden. Der Nutzer hat zusätzlich die Möglichkeit sich über die Bereitstellung getätigter Aufnahmen mittels E-Mail informieren zu lassen und diese auch über den PC oder MAC direkt auf seinen Rechner zu laden. Damit sind Privatkopien auch unabhängig vom iPhone nutzbar und lassen sich auf andere Geräte Zuhause übertragen. Aufgrund der hohen Qualität der Aufzeichnung können diese auch im Heimkino über einen MP4 H.264 fähigen Multimedia Player abgespielt und konsumiert werden. Der Anbieter BONG.TV unterstreicht dabei die einfache Bedienung der App und die Möglichkeit Aufnahmen mittels RSS Podcast beispielsweise nahtlos in iTunes auf seinen Rechner übernehmen zu können.

Voraussetzung ist eine kostenlose Registrierung über das iPhone oder die Webseite des Anbieters. Nach 7 Tagen unverbindlicher Nutzung kann auf Wunsch ein Webspace Paket für TV Sendungen ab 4,99 Euro pro Monat für 10GB Speicher gebucht werden. Für ambitionierte TV Genießer steht auch die BongPack+ genannte Pro Version mit 30GB für 6,25 Euro im Monat zur Verfügung.

BONG.TV wurde seit seinem Markteintritt im vergangenen Herbst von zahlreichen renommierten und unabhängigen Fachmagazinen als Online Videorekorder mit der besten Bildqualität und den höchsten Download Raten bewertet. Das junge Entwicklerteam hinter dem Service erweitert das Angebot kontinuierlich und bietet neben einer automatischen Serienaufnahme von Sendungen auch einen innovativen Favoriten-Finder an, der kontinuierlich Ausschau nach Sendungen, Schauspielern und Themen hält. Weitere Neuerungen seien bereits in Arbeit.

Office 2011 für Mac – erster Blick

Nicht mehr ganz aktuell, aber sicherlich immernoch für viele nicht uninteressant: die derzeit aktuelle Microsoft Office 2011 Beta für den Mac zeigt viel Neues und ist vor allem eines endlich schneller!

Es handelt sich um Beta 3 der Office Suite für den Mac, die ich auf einer deutschen MacOS 10.6.3 Installation begutachten konnte. Die Installation wird erstmals nicht per Drag&Drop ausgeführt, sondern mit einem Mac typischen Installer. Die Installation an sich ging reibungslos von Statten und war zügig ausgeführt. Das Wort „zügig“ passt auch zu den einzelnen Programmen, die ich getestet hatte. Word, Excel, PowerPoint und das brand neue Outlook starteten nicht nur sehr schnell, sie fühlten sich auch bei der Benutzung recht flott an. Gefühlsmäßig im Vergleich zu der aktuellen Fassung der Office Suite (Version 2008) ein großer Sprung nach vorne. Endlich! Aufgrund der Tatsache, dass es sich um eine nicht fertig gestellte Version handelt, kann man davon ausgehen, dass sich in punkto Performance noch weiteres tun wird.

Einige Screenshots der  Office Suite, die bereits Lust auf die neue Version machen.

Installation von Office 2011

Die neuen Icons der Programme

Der schnelle Start von Word ist ein Segen

Startscreen von Word aus Office für Mac

Keines der Programme läuft unter 64Bit

Excel 2011 startet ebenso sehr schnell

Pages und Numbers lässt grüßen. Die Templatewahl in Excel.

Neue Oberfläche: gewöhnungsbedürftig aber besser.

Muss sich noch beweisen. Das neue Outlook für Mac.

Problemlösung: Mac speichert keine Zeitzone

An dieser Stelle sei jdem ein kleiner Hinweis gegeben, der mit dem selben Problem zu käpfen hatte wie ich vor Kurzem. Ein iMac in meinem Netzwerk weigerte sich standhaft die Uhrzeit korrekt einzustellen. Stets zwei Stunden im Rückstand. Es lag auf der Hand, dass die eingestellte Zeitzone nicht korrekt gesetzt war. In unseren mitteleuropäischen Breiten also 2 Stunden + GMT (Sommerzeit). Die Änderung von GMT auf die Zone meiner Wahl mittels Klick auf eine Stadt meiner Wahl (Berlin, Wien, Rom oder ähnlich) blieb allerdings erfolglos, da jedes Mal nach Schließen des Kontrollfelds „Datum & Uhrzeit“ die Zeitzone wieder auf GMT gesetzt war.
Eine dauerhafte Lösung ist wie folgt zu erreichen:

Schritt 1: Terminal (liegt in Programme, Dienstprogramme) öffnen und folgenden Befehl eingeben:

sudo defaults write /Library/Preferences/.GlobalPreferences NSUmask 18

Anschließend den Befehl mit der Eingabe des Passwortes bestätigen.

Schritt 2: Aus dem System abmelden (ausloggen) und wieder einloggen (Apfelmenü -> Abmelden)

Schritt 3: beinhaltet das Entfernen der eigentlich fehlerhaften Link-Datei, indem im Terminal Programm (wie gehabt Programme-> Dienstprogramme) folgende Zeile eingegeben wird:

sudo rm -fr /etc/localtime

Wie bereits in Schritt eins, muss diese Eingabe mit dem Passwort bestätigt werden.

Schritt 4: setze die Zeitzone neu, indem im Kontrollfeld „Datum & Uhrzeit“ in den Systemeinstellungen eine Stadt deiner Wahl ausgewählt wird.

Als Dank für diesen Tipp gilt der eigentliche Urheber: Keith’s Place

1983-2010 Apple: WWDC es war einmal…

Die diesjährige WWDC steht ganz im Zeichen der iPhone Apps – wie Apple erst in dieser Woche via E-Mail und Presseaussendung angekündigt hatte. Ob heuer Steve Jobs die wichtige Entwicklermesse eröffnen wird, ist bis dato zwar noch nicht bekannt, aber eines ist sicher: vor 27 Jahren war noch alles anders.

1983 Apple Event with Bill Gates and Steve Jobs

Sproutcore – zukunftsträchtiges Javascript Framework

Sproutcore ist ein Javascript HTML 5 Framework, welches eine Programmierung nach dem MVC Modell (Model View Controller) erlaubt und komplexe WebApplikationen ganz ohne Flash und andere Plug-Ins ermöglicht. Prominentestes Beispiel der Unternehmen, die das Sproutcore Framework einsetzen ist Apple. In der Web Applikation Mobile.me wird zur Gänze auf das innovative Framework zurückgegriffen. Apple selbst ist dabei ein stiller Unterstützer des Frameworks (entnehmbar aus dem Sourcecode) und unterstützt es mit einigen Codezeilen.

Mitte 2009 wurden erste Builds der neuen Version veröffentlicht, die sich vom bisherigen Ruby-HTML-Basis (Ruby On Rails) verabschiedete. Zwar setzen die Core-Programme zum Deployen und Testen der Applikationen auch weiterhin auf Ruby, jedoch werden keine HTML Templates mehr zum gestalten der einzelnen Views auf Basis von Ruby on Rails verwendet. Seit der finalen Version von Sproutcore 1.0, die im Februar 2010 auf Basis des Builds 1.0.1046 schon rund einen Monat vorher veröffentlicht wurde, bauen alle Views auf reines JavaScript auf. Was sich im ersten Moment sehr komplex und umständlich anhört, entpuppt sich aber als hoch effiziente Methode Web Anwendungen recht simpel zu programmieren.

meinTestView: SC.View.design({
    // Quasi-Container für einen oder mehrere Sub-View ...
    childViews: 'meinSubView'.w(),
    classNames: 'meineCSS', // eine Klasse für den Container
    meinSubView: SC.View.design({ // Sub-View
      layout: { top: 10, left: 10, height: 50, width: 50 },
      // Breite 50, Höhe 50, von oben und von links 10 Pixel entfernt
      // ... Inhalte ...
    })
    // Weitere Views wie Buttons, etc ...
  })

Tatsächlich lässt sich eine Testanwendung inklusive Installation innerhalb von 10 Minuten erstellen und auf einem Webserver deployen. Kurze Anleitung findet sich hier: Sproutcore get started. Der Schritt des „Deployments“ ist bei Sproutcore im Übrigen nichts anderes als die Bereitstellung des gesamten Codes (Javascript, HTML, CSS und Bilder) in einem Ordner, der dann per Drag&Drop auf einen statischen Webserver geladen werden kann. Dynamische Aufrufe werden allesamt über AJAX erledigt. Der Vorteil der Lösung ist ganz klar: die Hauptarbeit wird auf den Client abgeschoben und selbst komplexe Webanwendungen lassen sich durch das ausliefern vorwiegend statischer Inhalte wesentlich beschleunigen (beispielsweise ein CDN vorausgesetzt).

Eine Liste von Projekten, die Sproutcore bereits einsetzen findet sich hier: offizielle Liste. Speziell hervorheben möchte ich dabei das Projekt BONG.TV, an welchem ich beteiligt war und mit welchem es uns gelungen ist die Funktionsweise eines gesamten Videorekorders im Netz nachzubilden (inklusive Blog, TV Programm und Online Shop).
Zusätzlich dazu darf ich die folgenden Seiten zum Nachschlagen empfehlen: Blog mit nützlichen Infos, Sproutcore in GoogleGroups. Etliche Demos uns Interace-Beispiele finden sich unter http://demo.sproutcore.com

Nachtrag: 18. April 2010. Inzwischen wird emsig an Version 1.1 gearbeitet, die nicht nur wesentliche Elemente wie einen Table View als Basis-Element zur Verfügung stellt, sondern auch ein Animations-Framework als auch eine Touch-Üunterstützung für iPhone und iPad zur Verfügung stellt (Demos finden sich hier). Selbst ein Interface Builder (Greenhouse) ist inzwischen erhältlich und soll die Entwicklung von Anwendungen für das Internet wesentlich beschleunigen.