MacBook Display unter MacOS Lion bei externem Monitor deaktivieren

MacOS 10.7 alias Lion ist ein solides Betriebssystem und bietet einige nützliche Tools, die bei seinem Vorgänger Snow Leopard nicht zur Verfügung standen. Jedoch fiel ein Umstand beim Wechsel von Snow Leopard störend auf: das System geht mit an MacBooks und MacBook Pros angeschlossenen Monitoren anders um, als es noch unter 10.6 der Fall war. Konkret fehlt die Unterstützung des so genannten „clamshell“ Modus. Dieser Modus ermöglicht das nachträgliche Öffnen des MacBooks (also interne Display aufklappen) bei gleichzeitigem Betrieb des externen Monitros, ohne, dass das interne Display aktiviert wird. Vor allem bei intensiverem Einsatz vermeidet man durch ein geöffnetes MacBook einen möglichen Hitzestau und laute Lüfter auf dem Schreibtisch.

Der seit MacOS Lion eingeführte Modus bewirkt eine Aktivierung des internen Displays – unabhängig davon ob man dies wünscht oder nicht. Für einige mag dies ein Vorteil sein, für mich definitv nicht, da das interne Display nicht benötigt wird und damit nicht nur störend ist, sondern auch unnötige Rechenlast der Grafikkarte abverlangt.

Nach langer Suche, Kontakt mit Apple und Austausch im Apple Support-Forum, gibt es nun eine einfache Lösung, die das „alte“ Monitor-Verhalten auch unter Lion ermöglicht. Die folgenden Befehle sind im Programm Terminal einzugeben (zu finden unter Programme/Dienstprogramme) und müssen durch die Eingabe des Passwortes bestätigt werden:

Den SnowLeopard Modus aktivieren:

Befehl im Terminal ausführen: sudo nvram boot-args=“iog=0x0″
Display bleibt nach Aufklappen aus, clamshell Modus

Zurücksetzen auf den Lion Modus:

Befehl im Terminal ausführen: sudo nvram -d boot-args
Monitor wird bei Aufklappen immer angeschaltet

Nach Eingabe der Zeile im Terminal und Bestätigung durch das Passwort, muss der Rechner neu gestartet werden. Der Trick scheint durchwegs zum Erfolg zu führen und wurde nun auch bei Apple im Support Forum besprochen.

 

 

Über den Autor

Andreas Unterhuber studierte Wirtschatfsinformatik und ist seit 2007 Geschäftsführer der KIM Keep In Mind GmbH mit Sitz in Bozen. Mit seinem Fachwissen in Video Encoding, diverser Programmiersprachen sowie in Datenbanken und Serversystemen unterstützt er zahlreiche nationale und internationale IT Projekte.